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Das Ö1 Wirtschaftsmagazin
Montag, 19.11.2018, 12:47 Uhr
Ferdinand MAGELLAN (* 3. 2. 1480 in Sabrosa, Portugal; † 27. 4. 1521 auf Mactan, Philippinen) war ein portugiesischer Seefahrer, der 1517 nach Spanien ging. Er wollte im äußersten Süden der Erde eine Ost−West−Passage suchen und bot seine Dienste am Hof von Valladolid König Karl I., dem späteren Kaiser Karl V., an.

Spaniens Interesse an einer neuen Durchfahrt für seine Schiffe zu den Molukken (Gewürzinseln) war so groß, dass fünf Schiffe für v ausgerüstet wurden. Portugal, Hauptkonkurrent Spaniens im Kampf um die Eroberung der Welt, versuchte, die Vorbereitungen der Reise zu sabotieren.

Am 20. September 1519 stach MAGELLAN mit seinem Flaggschiff, der "Tinidad", und vier Begleitschiffen − darunter die "Victoria" − in See.
Damit begann die erste Weltumsegelung.

Im Januar 1520 erreichte die Expedition die La−Plata−Mündung in Südamerika. In dieser tiefen Bucht begann MAGELLAN mit der Suche nach der erhofften Durchfahrt nach Westen. Als der Erfolg ausblieb, meuterten Teile der spanischen Mannschaften gegen ihren portugiesischen Führer.
MAGELLAN schlug die Meuterei nieder, verlor aber zwei Schiffe.

Mit den drei restlichen Schiffen musste er Ende März in Feuerland vor dem antarktischen Winter Schutz suchen. Es dauerte bis zum Oktober, ehe bei Cabo de las Virgines an der Spitze des südamerikanischen Kontinents endlich die Einfahrt in die heutige MAGELLANstraße entdeckt und der Seeweg nach Westen gefunden war.

Im November fuhr MAGELLAN in die Südsee ein. Wegen des günstigen Wetters und der ruhigen See nannte er den Ozean "mar pacifico" (friedliches Meer).

Im Januar 1521 begann von der Südspitze Amerikas aus die Reise zu den Philippinen. Die Strecke wurde für die Spanier zur Höllenfahrt, weil es an frischem Wasser und Nahrungsmitteln fehlte. MAGELLAN, der die Neue Welt ja nicht kannte, segelte bei seiner Reise durch den Pazifik immer haarscharf an einer Vielzahl von Inseln vorbei, die ihn und seine Mannschaft hätten versorgen können. So stieß er bei seiner Fahrt nach Westen auf nur wenige Inseln, dafür aber auf um so mehr feindselige oder "diebische" Eingeborene. Deshalb nannte er die entdeckten Eilande auf der Marianen−Inselgruppe "Islas de Landrones" ("Diebesinseln"). Nach 99 Tagen konnte die Expedition in Guam (Marianen) erstmals wieder frisches Wasser und Lebensmittel an Bord nehmen.

Im März 1521 erreichte sie äußerst erschöpft die Philippinen, wo die Eingeborenen in großem Stil getauft und christianisiert wurden.
Am 27. April 1521 wurde MAGELLAN auf der Philippineninsel Matan (Maktan) bei dem Versuch getötet, in einem Eingeborenenkampf Frieden zu stiften.

Juan Sebastian del Cano führte 1522 die "Victoria", das einzig verbliebene Schiff, mit nur noch 18 Mann an Bord um das Kap der Guten Hoffnung herum wieder nach Spanien zurück. Hier kam es im September in desolatem Zustand an, war aber reich mit Gewürzen von den Molukken beladen.

Kapitän del Cano, der in Feuerland noch zu den Meuterern gehört hatte, erkannte jetzt wie viele andere Zeitgenossen die Bedeutung seines Admirals und vollendete, was von MAGELLAN begonnen worden war.

Die "Victoria" war das erste Schiff, das die Welt umsegelte. Damit war bewiesen, dass die Erde eine Kugel ohne Anfang und Ende ist.

MAGELLAN ging in die Geschichte der großen Entdeckungen als Führer der ersten Weltumseglung und als Entdecker der nach ihm benannten MAGELLANstraße zwischen Atlantik und Pazifik ein.
Fernando Magellan
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