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Trockene Sommer machen der Hauptart in unseren Wäldern, der Fichte, zunehmend zu schaffen. Wie können Waldbesitzer darauf reagieren? Beim Vorarlberger Forsttag wurde die Küsten-Douglasie als vielversprechender Baum dargestellt. Erste Erfahrungen im Bregenzer Stadtwald lassen hoffen.

1875 ist im Bregenzer Stadtwald die erste Küsten-Douglasie gepflanzt worden. Heute ist sie fast 60 Meter hoch. Es handle sich vermutlich um die älteste Douglasie in ganz Österreich, sagt Bezirksforsttechniker Peter Feuersinger. Interessierte Waldbesitzer und -besitzerinnen informierten sich beim Forsttag über die Eigenschaften dieser Alternative zur Fichte.

Die Samen stammen aus den USA, dort wächst die Küsten-Douglasie in Orgegon und Washington. Im Sommer fällt dort wenig Regen. So haben auch die Douglasien im Bregenzer Stadtwald die trockenen Sommer 2003 und 2018 in Vorarlberg gut weggesteckt.

Artenvielfalt lautet die Devise in Zeiten des Klimawandels, Artenvielfalt bremst auch Schädlinge ein. Die mächtigen Bregenzer Douglasien produzieren erstaunlich viele Festmeter Holz, das sich ähnlich wie Fichtenholz verwenden lässt. 50 Festmeter pro Baum stehen hier. "Bei einem Festmeter Holz speichert die Douglasie eine Tonne CO2", sagt Hans Pichler, ehemaliger Oberförster des Stifts Göttweig.

Wichtig sei, bei Klimaanpassungen das Risiko zu streuen, so Bezirksforsttechniker Feuersinger. Klimaresistente Bäume wie die Douglasie in allen Vorarlberger Wäldern seien wichtig.

Schon heute gebe es Probleme mit der Fichte, gerade in tieferen Lagen komme die Fichte an ihre Grenzen, sagt Tamara Eckhart vom Institut für Waldbau an der Universität für Bodenkultur Wien. Tanne, Buche und Eiche seien "klimafitter" und sollten aufgeforstet werden.



Quelle:
https://vorarlberg.orf.at/stories/3036056/
(abgerufen am 27.02.2020)